fly away & find happiness
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Home about me ♥ Poesie ♥ Über...

Gleich zu Beginn: Alle hier veröffentlichten Texte sind urheberrechtlich geschützt!

 
 
kinderzimmer
eigentlich stille. Nur
fernes autobahnrauschen
unter staubigen wolken.
ein kirschbaum vor
blindem fensterglas.

ich wollte schmetterlinge
flügel schlagen hören
aber ihr schall kriecht
nicht durch ritzen im holz.

jetzt dumpf-heiße schläge
an der weiß lackierten tür.
ich atme nicht mehr.
drei mal ist abgeschlossen.

das fremde
durchbricht keine wände.
 
 
fliegentod
um deinen kopf
surrt eine fliegenhaube
die wimpern tragen
schwarzes fett
du blinzelst
dein auge ist mittagsfraß

dein körper erbricht
von parasiten-leibern
die exkremente laufen
die haut herab
ihre facettenaugen
sind dein letzter blick
 
 
mondkalb
auf trockenen wiesen steht still
ganz unbedacht schön
ein sanftes mondkalb
kummerlos
ein wind geht nicht
aus samtaugen
glimmt erstes licht
der blick träumt
über gelben gräsern
zu fremd um gekannt zu sein
 
 
schneefall
wenn es schneit
knistert die welt
- nur ganz leise -
der weg
verliert sich
im wind
 
 
Affenbrotpalmen
Unter den Schatten
Der Affenbrotpalmen
Liegen vergraben
Apfelkerne mit
Honigtönen und
Duften nach weißen
Teufelsrosen.

Unter den Schatten
Der Affenbrotpalmen
Spielen mit Lichtern
Andere Schatten und
Deiner ist auch dabei,
Schimmert wie fremde
Traumbilder.

Unter den Schatten
Der Affenbrotpalmen
Fängst du mich ein,
Fremder Engel, und
Spielst Schattenspiele,
Trüb funkelnd wie
Glasperlen.

 

Der erste Schnee

Wie Puder,
bestäubt,
über eisigen Gräsern,
fallen Funken
aus Himmeln über uns.

Du lachst,
glockenhell,
mit erfrorenen Lippen,
dein Kuss
ist Zimtgeschmack mit Schnee.

Die Flocken,
samtweich
wirbelnde Zwirbel,
schmelzen sacht.
Wir tanzen
im ersten Schnee…

 

Hortensie

Du bist
Ein Blütenmeer
In blau-weiß-gelb,
klaglos vergehend,
Und träges Licht
Klebt
Wie Staub an dir.

Dein Lied
Ist Winterstille,
Nicht gekannt, ist
Ein verfror´nes Lächeln,
Und schmutzig fahl,
Verblasst
Sind deine Farben.

Du kennst
Nicht Kinderschrein,
Nicht Winde zitternd
Träume weh´n. Wie hat man dich,
Verwelkte Pracht,
Entrissen
Deiner Welt.

 

nachtschwärmer

müde klebst du
an rauen wänden
schlägst ermattet
mit schillernden flügeln
und wenn ich
dich
dann sacht streife
stirbst du

 

Spaziergang

Stimmen verschwinden unter Blätter rascheln
Sie liegen weiß am Boden kein Schnee leuchtet
Wie die Sonne zwischen Asphalt und Mauern
Aus Kalk noch nie waren sie so rot wie jetzt

Deine Farbe ist ein Komplemantärkontrast
Auch lila gelb sind die Strahlen nicht weiß
Am Boden verklingt Blätterrascheln unsere
Stimmen verstummen erschrocken von hastiger
Stille.

 

Tauben

Die Ratten der Lüfte
Sind in schwarzem Regen
Nur ein Schwarm aus
Schatten
Der wie ein Ornament
Sich auf die Wolken malt
In unbekannten
Fahlen Farben.

Die Ratten der Lüfte
Sind ein dunkler Rauch
Nicht zu fangen, nur
Wind,
Der kaltes Feuer ist
Und durch den Himmel brennt,
Ein Schweif
Aus Pech.

Die Ratten der Lüfte
Spielen nur Fremdsein.

 

Zum letzten Mal

Als Zwielicht das Hier und Jetzt verlässt
Und Regenflut die Welt zu fest
WieTrommelschläge stößt,
Kommst du daher, mit fernem Blick
Und Tropfen, Tränen gleich,
Bedecken Dein Gesicht.
Starr blickst du in fremde Himmel,
Wetterleuchten und Wolkengewimmel,
Du verharrst auf Asphalt.
Zwei Schritte fort von mir bist Du
Und siehst nur Wetter leuchten,
Mich erkennst du nicht.
Ganz kurz nur streifst du mich
Um dann ins Nichts,
Das perlgrau duftend weint,
Zurückzukehr´n und zu vergessen.
Ich starre auf Asphalt und ohne Dich
Glänzt Regen nicht mehr bunt.

 

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